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Am Sonntag machten wir uns bereits früh Morgens mit gleich zwei Autos auf nach Emmelshausen. Voll motiviert und bei strahlend blauem Himmel fuhren wir los. Etwas müde waren wir alle noch, aber die Müdigkeit verflog relativ schnell. Nachdem wir dann alle unsere Startnummern hatten gab es noch ein Teamfoto, denn es ging zum ersten mal mit den neuen Trikots des SV Einruhr/Erkensruhr an den Start und ich muss sagen wir haben ein ganz gutes Bild abgegeben. Dann hieß es Räder klar machen, warm fahren und auf an den Start. Wir alles starteten auf der Kurzstrecke mit ca. 40km und 850hm. Ein bisschen Nervosität war langsam da, denn schließlich wurde viel von mir erwartet, mein Bänderriss war ersts drei Wochen her und es waren ca. 30 Frauen am Start. Während die anderen vom SV sich schön gemütlich in der Mitte einordneten, stand ich mit meinem Bruder Thomas relativ weit vorne. Jetzt hieß es einfach nur hoffen, dass der Fuß es mitmacht und dann mal schauen, was sich so ergibt.

Der Startpfiff ertönte und alle sprinteten los und zwar so schnell, dass ich das Tempo nicht lange mithalten konnte. Trotzdem gab ich mein bestes und hoffte das mich hier noch keine Frau überholt, denn vor mir waren nur Männer zu sehen.

Nach der längeren Einführungsrunde kam ich dann aber auch in meinem Rhythmus und konnte mit Thomas zusammen fahren. Jetzt hieß es dran bleiben. Es klappte ganz gut. Die Strecke war relativ trocken und meine Motivation stieg, denn überholt wurde ich noch nicht.  Thomas motivierte mich immer wieder und erinnerte mich daran zu trinken. Selbst in den steilen Wiesenstücken bergauf, wo ich sehr viel Kraft brauchte schaffte er es mir ein Lächeln ins Gesicht zu bringen mit den Worten: "...oben gibst du aber dann nochmal Gas, oder?" Also gab ich Gas und verteidigte den 1. Platz der Damen gesamt bis in Ziel. Es war ein tolles Gefühl als ich nach 1:54h im Ziel ankam und ich war sehr froh, dass das Rad ohne Defekt und der Fuß mit kaum Schmerzen durchgehalten haben. Danke Thomas für deine super Unterstützung.

Leider hat Rolf bereits in der Einführungsrunde platt gefahren und das Rennen beendet. Er schaute sich das gante Spektakel dann von außen an und ist nächstes Jahr dann hoffentlich ohne Plattfuß wieder dabei. Helmut, Helmut und Yvonne schafften es ebenfalls ohne defekte in Ziel und auch Alli kam gut gelaut trotz seines Sturzes im Ziel an. Yvonne schaffte es auf Platz 7 AK, Helmut logen auf Platz 20 AK, Albrecht Schumacher Platz 38 Ak, Peter Fest Platz 31 AK und Helmut Heup Platz 89 AK.

Es war schön mit so vielen aus dem Verein dagewesen zu sein und freue mich schon auf nächstes Jahr beim Schinderhannes in Emmelshausen.

             

 

Hier mein Rennerlebnis ein wenig ausführlicher:

 

Pünktlich zum Frühstück fing es erst mal an zu regnen. Wir alle hofften, dass es schnell wieder aufhört, denn im Regen warm fahren wäre schon doof. Bei dem einen oder anderen machte sich die Nervosität bereits bemerkbar. Kim bekam kaum einen Bissen runter, womit sie mich wiederum auch ansteckte. Das Frühstück war wichtig und so musste jeder von uns ein wenig essen. Zum Glück gab es Nutella ;)

 

Dann hieß es Flaschen füllen, beschriften und an die jeweiligen Betreuer verteilen, Trikot anziehen und ab aufs Rad. Der Regen hat aufgehört und die Temperatur war angenehm.

 

Wir fuhren uns warm und bereiteten uns mental auf die 80km lange Strecke vor. Um 9:45 Uhr ging es zur Startaufstellung, wo wir dann nacheinander aufgerufen wurden. Die Musik wurde lauter und der Puls stieg. Zum Glück hatte ich im Gegensatz zu Kim keinen Pulsmesser an ;). Wir wünschten uns noch viel Glück und dann ertönte auch schon der Startschuss. In einem hohen Tempo fuhren wir alle in einer Traube über die Straße. Konzentration war angesagt, damit keiner zu Fall kommt und so ging es auf in die erste Steigung zu. Ich musste mich sehr anstrengen um an der Gruppe zu bleiben. Sprints zu Beginn sind ja bekannterweise nicht so mein Ding, doch ich schaffte es und wieder war ich froh keinen Pulsmesser zu haben ;). Jetzt hieß es beißen. Nach kurzer Zeit waren wir zu dritt. Sara Michielsens (Belgien), Linja de Jonge (Niederlande, meine Partnerin von Houffalize) und meine Wenigkeit. Es passte ganz gut. Wir wechselten uns gegenseitig ab und kamen so noch an Hannah Kolling (Deutschland) ran, die sich uns anschloss. Nach 15km kam auch schon die erste Verpflegung, wo Matthias (Betreuer vom Team Herzlichst Zypern) und meine Eltern auf mich warteten. Die Übergabe klappte super und wir Mädels blieben zusammen. Linja, die super stark auf der Geraden ist, fuhr vor. Sie war so stark, dass ich leider keine Möglichkeit hatte sie abzulösen und die anderen scheinbar auch nicht. Leider verloren wir sie wahrscheinlich deshalb auch dann im nächsten Anstieg und damit waren wir dann nur noch zu dritt. Jetzt musste ich ran bis zum Start/Ziel, wo die nächste Verpflegung mit Philip war. Auch hier klappte alles wieder super. Ich schaute hinter mich und sah das Hannah weg war und wir waren nur noch zu zweit, doch nach kurzer Zeit kam Hannah wieder ran und gab dann auch das Tempo vor, was für Sara und mich irgendwann ein Tick zu schnell war und so ließen wir sie ziehen. Vor uns sahen wir schon länger die Österreicherin Claudia Egginger, auf die wir dann in der Abfahrt auffuhren. Sie blieb bei uns und wir waren wieder zu dritt. Dann kam ein laaaaanger Anstieg, wo wir uns dann erneut splitteten. Sara blieb zurück und ich fuhr mit Claudia weiter. Leider musste ich jetzt erst mal Führungsarbeit leisten, da Claudia sich kurz ausruhen musste. Joachim wartete schon bei der 3. Verpflegung und ich freute mich auf die Flasche und die Flüssignahrung ;).

 

In den Anstiegen motivierten wir uns gegenseitig und wurden ein wenig vom Puplikum gepushed. Die Wiesenanstiege waren echt hart, die Hitze stand dort förmlich und ich konnte kaum noch treten. Langsam merkte ich auch meine Beine und war froh, dass Claudia noch da war. Jetzt hieß es viel trinken, damit keine Krämpfe kommen. Es war nicht mehr weit zur nächsten Verpflegung, wo mein Vater mit der letzten Flasche wartete, die ich ebenfalls dringend nötig hatte. Hier schon mal ein großes DANKE an meine Eltern und die Betreuer vom Team Herzlichst Zypern. Ihr ward Gold wert!

 

Jetzt waren es noch ca. 12km. Also durchhalten und hoffen, dass nichts mehr schief geht. Aus der ersten Runde wusste ich, dass noch ein kurzer steiler Anstieg kommt. Also nochmal alle Kräfte sammeln und dann TRETEN TRETEN TRETEN. Dank der vielen Leute und das super Anfeuern am Rand meisterten wir auch diesen Anstieg noch ganz gut und nun war das Ziel nicht mehr weit. Wir wechselten uns wieder ab und hängten uns den letzten km an die zweite Führungsgruppe der Männer. Mal kurz ein ganz anderes Tempo ;) und dann war es endlich da – das ZIEL! Überglücklich es geschafft zu haben fuhr ich über die Ziellinie und sah schon von weitem die Orangeblauen Trikots meiner Eltern strahlen, die voller Stolz auf mich warteten. Danke, dass ihr da ward! Mit einer Zeit von 3:48h au 80km und 2000hm bin ich voll zufrieden und habe mein persönliches Ziel erreicht.

 

 

UCI World Series Race Houffalize - WM Qualifikation gesichert!!!

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Angemeldet habe ich mich im April unter dem Vorbehalt evtl. nicht zu starten, wenn mal wieder die ganze Woche nur Regen gemeldet ist. Der Regen war gemeldet, aber er kam nicht und für heute war die Prognose zwar frisch, aber sonnig und somit packte ich dann am Samstag mal meine Sachen. Die Nervosität stieg stündlich, denn schließlich habe ich dieses Jahr noch keinen einzigen Marathon gefahren und dann gleich ein UCI World Series Rennen, was letztes Jahr schon sehr hart war machte mir ein wenig Angst.

Meine angeflogene Erkältung von Mittwoch hatte sich deutlich gebessert und somit klingelte der Wecker heute morgen um 4:45Uhr, denn für die Damen ging es schon um 8:15Uhr auf die Strecke. Es war noch recht frisch am Morgen und keiner wusste so recht was er an oder ausziehen sollte. Als wir dann alle in den Startblock gerufen wurden ertönte auch schon der Startschuss und es ging auf die 83km lange Strecke mit 2300 Höhenmetern und zwar erst mal Berg auf. Ich fühlte mich gut und so konnte ich in diesem kleinen Sprintanstieg mithalten. Die Strecke war trocken und bis zur ersten Verpflegung hatte ich mein Tempo gefunden und fuhr in einer dreier Damengruppe. Nun hieß es immer weiter von Verpflegung zu Verpflegung vorkämpfen.

Heute hatte ich richtig Glück, denn ich wurde komplett betreut von Jan Kaliciak, der leider kurzfristig nicht antreten konnte und sich somit bereiterklärt hat mich und sein Team Herzlichst Zypern zu betreuen. Somit hatte ich an jeder Verpflegung einen Motivationsschub und eine neue Trinkflasche, die bei diesem Wetter sehr wichtig war. Es lief alles sehr gut und ich fuhr bis km 47 mit Linja de Longe zusammen. Doch dann passierte es. Linja fuhr vor und ich ihre Spur im Trail bergab. Wahrscheinlich war ich kurz unaufmerksam oder ein Ticken zu schnell. Ich machte einen Fahrfehler und es riss mich vom Rad. Ich überschlug mich und landete in einem Tannenhaufen der am Wegrand lag. Meine Wade schmerzte und die Beine krampften. Linja bemerkte nichts und war weg. Ich berappelte mich wieder. Der Krampf wurde besser, der Fuß schmerzte ein wenig. Kurzer Rad Check – alles ganz- also weiter! Nach zehn Minuten verließen mich die Kräfte im Berg und ich lag wieder auf dem Boden. Die Krämpfe waren da und der Fuß tat weh. Ich beruhigte mich ein wenig, aß einen Riegel, dehnte die Beine was und versuchte es erneut. Es ging! Nur noch zehn km bis zur Verpflegung.

Deutlich langsamer und ohne Begleitung schaffte ich es bis Verpflegung 4, wo Jan schon auf mich wartete. Gestärkt mit Wasser, Gel und aufbauenden Worten ging es also weiter. Immer weiter und weiter. Teilweise versuchte ich mich doch noch mal ein paar Männergruppen anzuschließen, was allderdings nur von kuzer Dauer war und dann irgendwann kam endlich das Schild mit der Aufschrift: 5km bis zum Ziel. Ich riss mich noch mal zusammen und setzte mir das Ziel es vllt doch noch unter 5Stunden zu schaffen, da es aber noch 200-300 hm waren und eine kleine Schiebepassage dabei war wurde es schwer. Das Ziel kam immer näher und dann war es endlich so weit. Nach fünf Stunden und einer Minute erreichte ich als 14. Dame das Ziel und habe mir damit die WM Qualifikation für dieses Jahr in Singen gesichert. Ich war mehr als erleichtert und bin überglücklich.

Erst jetzt merkte ich, dass ich nicht mehr auftreten konnte und mein Knöchel gut geschwollen war. Naja…nutzt alles nicht. Jetzt habe ich aufgrund eines Bänderriss erst mal Zwangspause, aber hoffe Ende Mai in Emmelshausen beim Schinderhannes wieder an den Start gehen zu können.

Danke Jan für deine super Betreuung vor, nach und während des Rennens! Ohne dich wäre es deutlich schwieriger gewesen.